Gut zu wissen
Antworten rund ums Krankengeld.
Die wichtigsten Regeln für Beschäftigte – kompakt und ohne Fachchinesisch.
Ab wann zahlt die Krankenkasse Krankengeld?
Beschäftigte erhalten im Standardfall zunächst bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Besteht die Arbeitsunfähigkeit weiter, kann das Krankengeld ab dem 43. Kalendertag beginnen. Vorerkrankungen und ein noch nicht entstandener Entgeltfortzahlungsanspruch können den Termin verändern.
Wie lange wird Krankengeld gezahlt?
Wegen derselben Krankheit besteht grundsätzlich für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren Anspruch. Zeiten der Entgeltfortzahlung werden auf diese 78 Wochen angerechnet; nach sechs Wochen Lohnfortzahlung verbleiben daher typischerweise höchstens 72 Wochen Krankengeld.
Ist Krankengeld steuerpflichtig?
Auf das Krankengeld selbst wird keine Einkommensteuer einbehalten. Es unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt und kann dadurch den Steuersatz auf andere steuerpflichtige Einkünfte erhöhen. Die Krankenkasse meldet die Leistung an die Finanzverwaltung.
Warum ist die Auszahlung niedriger als der Bruttoanspruch?
Von der Leistung werden in der Regel Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen. Beiträge zur Krankenversicherung werden nicht vom Krankengeld einbehalten.
Werden Weihnachts- oder Urlaubsgeld berücksichtigt?
Beitragspflichtige Einmalzahlungen aus den letzten zwölf Kalendermonaten vor der Arbeitsunfähigkeit können die Berechnung beeinflussen. Der Krankengeld Rechner rechnet sie nicht pauschal ein, weil dafür konkrete Entgeltmeldungen und gesetzliche Vergleichsrechnungen erforderlich sind.
Warum kann der Bescheid der Krankenkasse abweichen?
Die Kasse verwendet die verbindliche Entgeltbescheinigung des Arbeitgebers und berücksichtigt etwa variable Vergütung, Einmalzahlungen, Vorerkrankungszeiten und individuelle Versicherungsverhältnisse. Rundung und der genaue Abrechnungszeitraum können ebenfalls kleine Unterschiede erzeugen.